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Richtig Spielen mit dem Welpen – Teil 1

Auch richtig spielen mit dem Welpen muss gelernt werden. Hier geht es vor allem um die eigene, innere Haltung. Spielen mit dem Hund ist weniger ein Ventil, um sich selbst auszutoben sondern ein vorsichtiger Weg, sich gegenseitig kennen zu lernen.

Auch richtig spielen mit dem Welpen muss gelernt werden. Hier geht es vor allem um die eigene, innere Haltung. Spielen mit dem Hund ist weniger ein Ventil, um sich selbst auszutoben sondern ein vorsichtiger Weg, sich gegenseitig kennen zu lernen.

Beim Spiel wird die Beißhemmung geübt, man lernt die Stärken und Schwächen des anderen gut kennen. Wer verliert das Gleichgewicht, wenn man einen Bodycheck macht und wer gibt nach, wenn man mit Karacho am Tau zieht?  Außerdem wird die Motorik und die Koordination geübt. Muskelaufbau mit viel Spaß und jeder Menge Lerneffekt – wenn man weiß, was man tut.

Frage: Zieh- und Zerrspiele – gut oder schlecht?

Zerrspiele nicht grundsätzlich ablehnen: Der Aufbau von Muskulatur ist auch der Grund, warum man Zerrspiele nicht grundsätzlich ablehnen kann.

Wenn ein Dreijähriger mit einem jungen Terrierwelpen ein Zerrspiel spielt, dann wird hier schnell klar: der Hund gewinnt. Diese Lernerfahrung könnte von dem jungen Hund durchaus auf andere Bereiche übertragen werden. So kann es zu Rangordnungsfragen kommen, die wir eigentlich zwischen Kind und Hund erst gar nicht stellen möchten.

Umgekehrt kann es in der Entwicklung eines unsicheren Hundes durchaus von Vorteil sein, wenn man ihn ab und an gewinnen lässt. Denn das stärkt das Selbstbewusstsein und macht Mut, auch dem Rest der Welt mit mehr Souveränität entgegen zu treten.

Vorsicht im Zahnwechsel! Dann bleibt auch mal ein Wackelzahn im Spielzeug hängen. Das tut sehr weh, wenn plötzlich gezogen wird. Der Hund könnte daraus eine schlechte Erfahrung im Spiel mit seinem Besitzer mitnehmen und in Zukunft beim Spielen unsicher werden.

Und auch wenn es noch so lustig aussieht, wie der kleine Hund sich mit dem Spielzeug im Maul über das Parkett ziehen und schleudern lässt: Die Nackenmuskulatur eines jungen Hundes ist weich und schützt die Halswirbelsäule noch nicht ausreichend von abrupten Bewegungen.  Deshalb sollte man die eigenen Kräfte sehr dosiert einsetzen, um Schäden am Bewegungsapparat zu vermeiden.

Beißhemmung im Spiel – wie kann man die trainieren?

Wenn der Welpe beißt –  Milchzähne tun schnell weh: Beim Spiel mit den Händen ist allerdings Vorsicht geboten. Hier sollte es von Anfang an eine einzige Regel geben: Zähne auf Haut – gaaaanz vorsichtig!

Wenn hier zu fest zugebissen wird, dann wird das Spiel sofort beendet, damit der Hund weiß: Hier muss ich ganz vorsichtig sein!

Bei besonders temperamentvollen Rackern hilft auch ein kurzer Quietscher von uns, um den Augenblick, in dem die Zähne sich zu tief in die Haut graben akustisch genau zu markieren. Mit diesem Marker-Signal lernt der kleine Hund noch schneller, was genau er falsch macht und warum das Spiel dann kurz unterbrochen wird. Grob werden muss man nicht. Der Welpe weiß es ja nicht besser. Aber er wird mit der Zeit schnell lernen: Die Strafe für zu festes Beißen ist die unerwünschte Spielpause und die kann man verhindern, indem die Kraft der Zähne im Spiel nur ganz dosiert einsetzt.

Die Spielpause muss übrigens gar nicht lang sein. Wird im Welpenspiel zu fest gezwickt, dann dauert die unfreiwillige Spielpause oft nur 20 – 30 Sekunden und schon geht’s wieder weiter.

Allerdings wird ein zu grober Spielpartner nach mehrfachen „schlechten Erfahrungen“ dann auch mal für den Rest der Stunde gemieden.

Lies auch Teil 2 – hier bekommst Du Infos zu den Fragen „Was können wir noch tun, wenn der Hund zu fest beißt?“ und „Wie sollen Welpen mit Kindern spielen?“

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